Das Fräulein stand am Meere авг 1832
Das Fräulein stand am Meere Und seufzte lang und bang, Es rührte sie so sehre Der Sonnenuntergang.
Heinrich Heine war ein deutscher Dichter, Schriftsteller und Journalist, der für seine scharfsinnigen und oft satirischen Gedichte und Essays bekannt ist. Heine gilt als einer der bedeutendsten deutschen Lyriker des 19. Jahrhunderts. Seine Werke zeichnen sich durch ihre elegante Sprache, tiefgründige Ironie und sozialkritische Haltung aus. Heine thematisierte die politischen und sozialen Zustände seiner Zeit, die Liebe, die Schönheit der Natur und die Leiden des Exils. Er war ein Vorreiter der literarischen Moderne und beeinflusste nachfolgende Generationen von Schriftstellern und Dichtern. Sein bekanntestes Werk, das „Buch der Lieder“, umfasst eine Sammlung von Gedichten, die bis heute für ihre emotionale Tiefe und musikalische Qualität geschätzt werden. Heines kritische Auseinandersetzungen mit Deutschland, seine jüdische Herkunft und sein Engagement für Freiheit und Gerechtigkeit machten ihn zu einer kontroversen Figur seiner Zeit.
Das Fräulein stand am Meere Und seufzte lang und bang, Es rührte sie so sehre Der Sonnenuntergang.
Das Glück ist eine leichte Dirne, Und weilt nicht gern am selben Ort; Sie streicht das Haar dir von der Stirne Und küßt dich rasch und flattert fort.
Der Brief, den du geschrieben, Er macht mich gar nicht bang; Du willst mich nicht mehr lieben, Aber dein Brief ist lang.
Die Jahre kommen und gehen, Geschlechter steigen ins Grab, Doch nimmer vergeht die Liebe, Die ich im Herzen hab.
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, daß ich so traurig bin; ein Märchen aus alten Zeiten, das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Die Rose, die Lilje, die Taube, die Sonne, Die liebt ich einst alle in Liebeswonne. Ich lieb sie nicht mehr, ich liebe alleine Die Kleine, die Feine, die Reine, die Eine;
Du bist wie eine Blume, So hold und schön und rein; Ich schau dich an, und Wehmut Schleicht mir ins Herz hinein.
Ein Fichtenbaum steht einsam Im Norden auf kahler Höh’. Ihn schläfert; mit weißer Decke Umhüllen ihn Eis und Schnee.
Ein Jüngling liebt ein Mädchen, Die hat einen andern erwählt; Der andre liebt eine andre, Und hat sich mit dieser vermählt.
Sie hatten sich beide so herzlich lieb, Spitzbübin war sie, er war ein Dieb. Wenn er Schelmenstreiche machte, Sie warf sich aufs Bett und lachte.
Ich wollt, meine Schmerzen ergössen Sich all in ein einziges Wort, Das gäb ich den lustigen Winden, Die trügen es lustig fort.
Im wunderschönen Monat Mai, Als alle Knospen sprangen, Da ist in meinem Herzen Die Liebe aufgegangen.
Leise zieht durch mein Gemüt Liebliches Geläute. Klinge, kleines Frühlingslied, Kling hinaus ins Weite.
Sie haben mich gequälet, Geärgert blau und blaß. Die Einen mit ihrer Liebe, Die Andern mit ihrem Haß.
Sie liebten sich beide, doch keiner Wollt’ es dem andern gestehn; Sie sahen sich an so feindlich, Und wollten vor Liebe vergehn.
Sie saßen und tranken am Teetisch, Und sprachen von Liebe viel. Die Herren waren ästhetisch, Die Damen von zartem Gefühl.
Still ist die Nacht, es ruhen die Gassen, In diesem Hause wohnte mein Schatz; Sie hat schon längst die Stadt verlassen, Doch steht noch das Haus auf demselben Platz.
Wenn ich an deinem Hause Des Morgens vorüber geh’, So freut’s mich, du liebe Kleine, Wenn ich dich am Fenster seh’.
Интерактивная диаграмма отображает произведения поэта на его возрастной шкале. Стихотворения без даты здесь не представлены.
Эта диаграмма отображает связь между автором и используемыми тегами.
Heinrich Heine. Все произведения автора доступны для чтения онлайн. Страница регулярно дополняется новыми материалами.